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- Dr. Beat Richner, Kantha
Bopha Children's Hospitals
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- Phnom Penh / Siem Reap
Angkor, 1.
Oktober 2004
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- Wer traegt
die Verantwortung -
- wer traegt
Verantwortung ?
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- In den drei Kantha Bopha
Spitaelern in Kambodscha wurden waehrend
der
- vergangenen 12 Monate 700 000
Konsultationen kranker Kinder, 70 000
Hospitalisationen schwerkranker Kinder und 16 000
chirurgische Eingriffe durchgefuehrt. Monatlich
erfolgen 600 bis 700 Geburten in der Maternite in
Angkor, zur Verhinderung der Uebertragung von AIDS von
der Mutter aufs Kind. Kantha Bopha ist zudem
Universitaetsspital und Ausbildungsstaette fuer
Aerzte, Studenten, Schwestern und Pfleger fuer das
ganze Land.
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- Ohne diese Anstrengungen,
ohne das Funktionieren dieser Spitaeler, das zu 90 %
von privaten Spenden, die meisten aus der Schweiz,
abhaengt, wuerden jaehrlich Abertausende von Kindern
sterben, Hunderte eine lebenslaengliche Invaliditaet
davon tragen.
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- Die oft vergessene
Geschichte , die zur furchtbaren Gesundheits-Situation
in Kambodscha fuehrte
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- Die Goldene Zeit in
Kambodscha (1953 - 1969)
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- In den 60 er Jahren war
Kambodschas ÄúPublic Health System"
besser entwickelt als in Singapur und Kuala Lumpur.
Die Medizinische Fakultaet in Phnom Penh, unter
franzoesischer Codirektion, funktionierte
ausgezeichnet. Die vietnamesischen und laotischen
Medizinstudenten studierten alle in Phnom Penh. Eine
Hebamme in einem District Health Center erhielt damals
ein monatliches Salaer von 500 USD. Die Patienten
wurden kostenfrei behandelt. Es gab keine Korruption.
Die meisten Kambodschaner waren arm, nicht aber
voellig verarmt wie heute. Aber zum Leben reichte es.
Kambodscha exportierte gar ueberschuessigen Reis und
Fruechte, hatte genug Fleisch, Fisch und Gemuese.
Industrien waren und wurden entwickelt.
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- Der unselige
Äúgeheime Krieg"
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- Dann kam 1970 der Krieg. Die
Intervention der Kissinger / Nixon Administration,
ohne Kriegserklaerung (!!), die international
anerkannte Neutralitaet Kambodschas
missachtend und verletzend. Das
Staatsoberhaupt Prinz Sihanouk (heute Koenig Norodom
Sihanouk) wurde gleichzeitig vom CIA gestuerzt. Dieser
Krieg war geheim gegenueber der amerikanischen
Bevoelkerung. Vielleicht erinnern sich noch einige
Leser an Äúdie Schuesse von Kent
(US)"im Jahre 1970: an einer Demonstration gegen
diesen Äúsecret war", kurz nachdem
die Kunde dieses geheimen Krieges nach vier Monaten an
die Oeffentlichkeit drang, wurden drei Studenten
erschossen.
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- Der nachhaltige Schock der
B-52 Bomber
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- Die Bombenteppiche,
Äúgelegt" waehrend vier Monaten von
B-52 Bombern, toeteten 500 000 kambodschanische
Zivilisten und zerstoerten 2/5 des Landes . Diese
Intervention, heute als groessten Fehler von Kissinger
selbst beurteilt, provozierte den Buergerkrieg. Die
Bildung und rasante Staerkung der Roten Khmer waere
undenkbar gewesen , ohne diese Intervention: Das
zwangsexilierte Staatsoberhaupt rief zum Widerstand
auf. Tausende folgten. Der Kick Out zu dieser
Gefolgschaft war fuer viele der Horror der B-52
Bomber.
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- Einer der Gefolgsleute war
der heutige Premierminister Hun Sen. Heute noch ist
dieser Bomben Terror fuer viele Ueberlebende ein
Gradmesser fuer das Schlimmste schlechthin. (Spaeter,
seit anfangs 1977, hat Hun Sen sich mit Hilfe der
Vietnamesen gegen die Roten Khmer
gewandt.)
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- So der Premier Minister
Hun Sen in der Rede anlaesslich der Grundsteinlegung
des Neu- und Erweiterungsbaus von Kantha Bopha I in
Phnom Penh anfangs August 2004*:
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- "One night I also brought
my grandchild to this Kantha Bopha Hospital and left
about 1.30 a.m. Sadly, some of the children who were
admitted into the hospital were lying in beds, while
others were lying on the floor and outside the ward.
We will perceive the problem differently, unless we
experience it personally.
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- Yet, nothing is more
worrisome than our ill children or grandchildren (in
terms of father and grandfather) not in terms of
political responsibility as prime minister. A father
or grandfather feels strongly the emotions and shock,
much more even than being shocked by B-52
bombers, and that's really a shock."
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- Die Terrorherrschaft der
Roten Khmer unter Pol Pot
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- Der 1970 einsetzende
Buergerkrieg war schrecklich, er gipfelte von 1975 bis
1979 in einem Genocid durch die Greuelherrschaft
der Roten Khmer, der Pol Pot Herrschaft. Die Elite
wurde ausradiert. Dann erfolgte die Befreiung durch
die Vietnamesen, die 1979 bis 1989 Kambodscha besetzt
hielten und unterdrueckten, wobei der Buergerkrieg
andauerte. Von 1979 bis 1991 wurden die Roten Khmer
von den USA finanziert (Reagan
Administration).
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- Die fortdauernde direkte
Folge: die Tuberkulose
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- Dieser missliche Krieg
verursachte das heute noch bestehende Hauptuebel in
Kambodscha : Die Tuberkulose. Es gab waehrend 20
Jahren keine medizinische Hilfe fuer die meisten
Kambodschaner. In der Pol Pot Zeit wurde das Land in
ein grosses KZ transformiert, in zahllose
Arbeitslager, wo Kranke und "Schwache" keine
Behandlung erhielten. Diese Lager waren die
Brutstaette der Tuberkulose. Die Tuberkulose hat sich
da in einem Masse ausgebreitet wie nie zuvor im 20.
Jahrhundert. Und waehrend der nachfolgenden
vietnamesischen Okkupation war die medizinische Hilfe
fuer viele Kambodschaner nicht existent. Die
Tuberkulose breitete sich weiter aus.
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- So ist heute die Tuberkulose
das Hauptproblem. Mehr als 50% der Bevoelkerung sind
infiziert.
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- Die TB-Infizierten, besonders
die TB-infizierten Kinder, sind geschwaecht und
reagieren deshalb fatal auf Infekte, auf die nicht
TB-Infizierte weniger fatal reagieren
wuerden.
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- Wer traegt nun die
Verantwortung ?
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- Wer traegt nun hiezu die
Verantwortung? Die Infrastrukturen, einst bluehend und
in der Region Suedostasiens vorbildlich, liegen am
Boden wegen der Wirren des Krieges. Das erschreckende
Ausmass der TB ist eine direkte Folge dieser
Wirren.
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- Tragen wir nun
die Verantwortung? Experten tragen uns nach, wir
haetten mit der Errichtung der Kantha Bopha Spitaeler
Beduerfnisse geschaffen, die vorher nicht existiert
haetten. Also truegen wir nun die Verantwortung, da
wir diese Beduerfnisse geschaffen haetten. Allein
historisch gesehen ist diese missliche Argumentation
ein Unsinn. Menschlich gesehen ist sie katastrophal:
Fuer jede Mutter ist es die selbe Katastrophe, wenn
ihr Kind an einer nicht oder falsch behandelten
Infektionskrankheit stirbt, ob sie nun in der
sogenannten zivilisierten Welt oder in Kambodscha
lebt.
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- So der Premierminister
Hun Sen in seiner Rede anfangs
August:
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- "So I agree with Dr.Beat
Richner, who has opposed to the philosophy of a group
of people that we should not create a need for such
medical treatment for poor people whose need had not
been met before and that we should wait for Cambodia
to reach a higher development level before modernizing
medical practice here. That attitude is wrong, wrong
in terms of morality, professionalism, politics and
economics. Hence, I really agree with Dr. Beat
Richner."
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- Die Philospophie und
Forderung vieler Experten , die vielerorts geuebte
Praxis auslaendischer medizinischer Hilfe, den
medizinischen Standard der wirtschaftlichen Realitaet
des Landes anzupassen, verhindert eine effiziente
Linderung der Tragoedie. Nur mit erfolgtem
Transfer der Technologie kann beispielsweise der
Tuberkulose beim Kind effektiv begegnet werden,
koennen Superinfekte bedingt durch Keime , resistent
gegen die herkoemmlichen Medikamente effizient
behandelt werden, koennen korrekte Transfusionen
verabreicht werden, kann chirurgisch steril und
korrekt gearbeitet werden.
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- Erfolg der Kantha Bopha
Spitaeler dank Transfer von Technologie und Ausschluss
der Korruption
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- Diesen Transfer der
Technologie hat Kantha Bopha seit 12 Jahren vollzogen
und ist noch heute daran, ihn zu vollziehen, auch fuer
die Provinzen und Distrikte.(z.B. Kurse in
Ultraschalldiagnostik und Uebergabe je eines
Ultraschallgeraets fuer die 25 Provinzen in unserem
Ausbildungszentrum in Siem Reap, Maerz 2004). Der
Transfer der Technologie und der Ausschluss der
Korruption erklaert den grossen Erfolg der Kantha
Bopha Spitaeler.
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- Dieser Erfolg kostet. 15
Millionen USD pro Jahr. Dabei ist zu bedenken, dass
das Verhaeltnis Kosten / Heilungsrate in den Kantha
Bopha Spitaelern das guenstigste ist in Kambodscha und
in ueber 100 Spitaelern, evaluiert in 40 anderen
Laendern.
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- Was passiert, wenn die
Spitaeler schliessen muessen, da kein Geld mehr
vorhanden ist?
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- So der Premierminister
Hun Sen in seiner Rede anfangs
August:
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- "Imagine the past 12
years, how many children would have died if we did not
have these hospitals? So we need to find out the
answer. The simplest answer is countless children
would have died. For example in Siem Reap (Jayavarman
VII): patients from Siem Reap, Kompong Thom, Banteay
Meanchey and Battambang are concentrating at Siem Reap
Jayavarman VII hospital. The one in proximity to the
Royal Palace is also full. This one (the Kantha Bopha
I) will be also full when expansion is complete.
Without these hospitals, more children will die. These
hospitals are very popular because their treatment
services are good and their professionals highly
responsible. The hospitals have provided training to
improve human resources within the
hospitals.
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The Kantha
Bopha Hospitals and Jayvarman VII Hospital are highly
capable and equipped with sophisticated equipment.
Presently, the management system that is being
implemented in the Kantha Bopha Hospitals is
considered as a model for all other hospitals
nationwide."
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- Wer also hat Verantwortung
uebernommen? Wer wird Verantwortung uebernehmen
?
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- Sie, die zahlreichen Spender
(90% aus der Schweiz), haben Verantwortung
uebernommen, indem sie die Spitaeler und ihr
Funktionieren waehrend der vergangenen 12 Jahren
finanziert haben. Ihnen sei gedankt. Es sei Ihnen auch
gratuliert, denn Ihre Bereitschaft zur
Verantwortung macht Sinn, auch historischen
Sinn.
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- So Hun Sen in seiner
Rede anfangs August:
- " may I express our
profound gratitude to the generous Swiss people.
Through Dr. Beat Richner I would like to express my
profound thanks to all the Swiss
donors."
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- Wir bitten Sie , diese
Verantwortung weiter zu tragen, bis eine nachhaltige
Finanzierung in Kambodscha selber mit einer
Normalisierung der wirtschaftlichen Realitaet moeglich
ist.
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- Jeder Franken hilft heilen,
retten und vorbeugen. Wir danken Ihnen.
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- Dr. Beat Richner, PC 80 -
60699-1
- Die Rede des Premierministers
Hun Sen und meine Rede anlaesslich der
Grundsteinlegung von Kantha Bopha I in Phnom Penh,
anfangs August 2004, sind integral auf unserer home
page angefuehrt: www.beat-richner.ch
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- Die Publikation dieser
Information wurde von privat
gesponsert
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