- Dieser
Appell wurde am 25. September 1998 der WHO in Genf
uebergeben.
- Alle
Zitate stammen von Representanten wichtiger
Organisationen. Sie sind
belegbar.
Namen
wurden absichtlich keine genannt.
-
- Arme
Medizin fuer arme Menschen in armen
Laendern.
- Die
Politik, die auf eine passives Genocid
hinauslaeuft.
-
- Die
Politik und Strategie der WHO und vieler ihr
willfaehrien Organisationen, wie Medizin in der armen
Welt, in unserem Fall in Kambodscha, zu handhaben sei,
verursachen Tausende von Todes Opfer, Tausende von
Invaliden,Tausende von
Cerebralgeschaedigten.
- Diese
Politik, die wir als arme Medizin fuer arme Menschen
in armen Laendern beschreiben, ist nicht nur nicht
wirksam, sie gefaehrdet, schaedigt und zerstoert
ueberdies auch aktiv Tausende von Leben. Diese Politik
laeuft auf ein passives Genocid hinaus. Die
Organisationen und ihre Exponenten sind aufgerufen,
ihrer direkten Verantwortung gewahr zu werden und ihre
Politik und Strategie zu aendern.
- Die
WHO bestimmt weitgehend die Politik des
Gesundheitsministeriums von Kambodscha. So sind z.B.
die Projekte und der Geldfluss der Weltbank im
Gesundheitssektor direkt durch die Politik der WHO
bestimmt, so auch Aktivitaeten der Unicef im
Gesundheitswesen (Zentralapotheke der Unicef fuer die
Aktionen aller UN Organisationen in Kopenhagen,
Impfprogramme, "Grundversorgung" auf Distriktebene,
etc.). Die WHO, die Weltbank, und andere
Organisationen haben Bueros in der ersten Etage des
kambodschanischen Gesundheitsministeriums, mit andern
Worten auf Ministeretage. Sie haben permanente,
zentrale Praesenz im Gesundheitsministerium von
Kambodscha. Zahlreiche Organisationen, kleinere und
groessere, so auch zahlreiche Regierungen
industrialisierter, reicher Laender, lehnen sich der
Politik und Strategie der WHO an.
- Wir
rufen ferner die WHO und andere Organisationen auf,
ihre Tendenzen zu stoppen, Institutionen, die
Effizienz zeitigen und ueber Ausruestung und Know How
verfuegen, die wahre schreckliche Situation des
Leidens und Sterbens aufzudecken und erfolgreich zu
bekaempfen, weiterhin zu diffamieren und zu
gefaehrden.
- Es
macht wenig Sinn, die sich heute und waehrend der
vergangenen 20 Jahren abspielende Tragoedie, erfolgt
aufgrund der verfehlten Politik der WHO, in 30 Jahren
zu beklagen. Wir fordern die Internationale
Gemeinschaft auf, jetzt den Mut aufzubringen, die
Situation in ihrer Grausamkeit und ihrem Schrecken zu
erkennen und korrekt zu handeln.
-
- Das Recht
des Kindes verletzt.
- Jedes
Kind hat das Recht auf Gesundheit (Charta der Rechte
des Kindes der UNO).
- Jedes
Kind hat das Recht auf bestmoeglichste medizinische
Behandlung. (Charta der UNESCO). Die bestmoeglichste
Behandlung der Infektionskrankheit (90 % der
Krankheiten beim Kind in Kambodscha) ist die korrekte,
kontrollierte und korruptionslose Behandlung.
Korruptionslos, das heisst die medizinischen Kriterien
bestimmen die Behandlung, nicht die Klasse, nicht die
Zahlungspotenz oder Verbindungen des Patienten.
Korrekt, d.h.es muss eine korrekte Diagnose gestellt
werden, eine Behandlung muss ob ihrer Effizienz
geprueft sein, die Medikamente in ihrer Wirkung
kontrolliert. Die Mittel und Medikamente muessen
wirksam sein und duerfen nicht toeten.
- Alles
andere ist Verletzung des elementaren Rechtes des
Kindes. Von den Internationalen Organisationen wird
aber eine korrekte Medizin verhindert, die Rechte des
Kindes verletzt.
- Als
Vorwand und Rechtfertigung muss immer wieder die
Philosophie der Basismedizin, Barfussmedizin, der
Grassroot Medizin herhalten. Bei diesen Begriffen
herrscht jedoch Begriffsverwirrung. Man meint damit
schlicht Billigmedizin. Gegen Basismedizin, Grassroot
Medizin oder Barfussmedizin waere an sich nichts
einzuwenden, solange sie korrekt und effizient waere.
Aber in der Tat hat sie nie existiert. Sie war stets
Propaganda und Luege zur Rechtfertigung einer
Zweiklassenmedizin, die den Armen keine Chancen
laesst: Man sagt, dass man fuer die grossen armen
Massen wenig macht, damit es fuer alle reicht. Man
macht mit andern Worten nichts Effizientes. Die
Maechtigen, die herrschenden Klassen, die
Nomenklatura, die Parteibonzen oder die Reichen ,
nehmen sich aber von dieser Strategie der armen
Medizin aus, fuer sie gelten andere Masstaebe. Gleich
verhaelt es sich damit bei den Internationalen
Organsiationen, besonders der WHO und der Unicef, die
arme Medizin fuer arme Menschen den armen Laendern
aufoktrouieren: Ihre Funktionaere haben andere Rechte,
sie nehmen fuer sich andere Rechte auf bessere Medizin
aus, Privilegien, die sie den armen Massen, fuer die
sie planen, niemals zugestehen. Fuer sie bestehen
andere Masstaebe.
-
- Basismedizin
fuer die arme Welt, eine Propagandaluege mit
nachhaltigem Nachhall und schweren Folgen....fast eine
Parabel.
-
- Liuh
Shaoqi, Maos Herausforderer und moeglicher Nachfolger,
erkrankte1965 an Tuberkulose. Mao wies die Aerzte in
seiner Umgebung an, sich nicht in die Behandlung
seines Widersachers zu involvieren. Er konnte aber
nicht verhindern, dass sein Widersacher in einem guten
Spital Pflege erhielt. Somit mussten alle guten
Spitaeler paralysiert, zertsoert werden. Alle Aerzte
wurden aufs Land geschickt. Als Vorwand gab man die
Implementierung der Basismedizin an: " Die Aerzte
stroemen aufs Land als Barfussaerzte zum Wohle der
armen Massen." (26.Juni Direktive der
Kulturrevolution, 26.Juni 1965). Diese Barfuss-,
respektive Basismedizin blieb Propaganda, eine
volksgesundheitliche Wirksamkeit zeigte sie nie, was
ja auch nicht im Interesse des Manipulators Mao zur
Stunde der Kulturrevolution war.
- Die
Propagandaluege der Basismedizin wurde uebernommen
u.a. auch von der Neuen Linken West-Europas,
(Basisgruppen Basismedizin) in der Folge der 68 er
Jahren, und schwebt heute noch den Koepfen der
damaligen 68 er Helden als neblige Fata Morgana
verschwommen vor, Helden, die sich nun in
Internationalen Organisationen, Hilfsorganisationen
oder Medien eine sichere und gemuetliche Existenz
sichern konnten.
- Die
Propaganda der Basismedizin wurde auch von Pol Pot,
dem Musterschueler Maos, uebernommen. Nachdem er
allerdings die Aerzte aufs Land geschickt hatte, hat
er sie auch gleich ermordet (900 von 953 Aerzten ).
Eine Basismedzin wurde im Pol Pot Regime zelebriert,
billig mit wenig Mitteln, damit es fuer alle reicht.
Fuer alle Leiden wurde orangefarbener Sirup von
angelernten Teenagern ,jungen Kadern der Khmer Rouge,
verteilt. Die Khmer Rouge Kader selber liessen sich
aber von guten chinesischen Aerzten in Phnom Penh,
nach 1979 auch von anderen auslaendischen Kollegen,
pflegen. (Wie selbstverstaendlich stets auch Mao, wie
selbstverstaendlich alle Experten und Funktionaere der
Internationalen Organisationen).
- Die
Drittwelt - Ideologen programmieren nun arme Medizin
fuer arme Leute in armen Laendern, Billigmedizin, die
sie als Basismedizin ausgeben. Nirgends kann eine
Effizienz dieser Praxis nachgewiesen werden, keine
erwiesene Wirksamkeit seit 1978, der "denkwuerdigen"
Konferenz von Alma Ata, wo Grundsaetze und Ziele der
Basisgesundheitsversorgung fuer die arme Welt von WHO,
Unicef und vielen Staaten, so auch der Schweiz,
festgelegt wurden. Es blieb und bleibt bei Dossiers,
fingierten Bilanzen, und humanitaerem
Langstreckentourismus.
- Wo
die Basismedizin funktionierte und nicht nur
Propaganda war, war allein in Kuba. Che Guevara war
Arzt, Allergologe. Er selbst war Asthmatiker. Er war
einer der ersten Patienten , die mit Ventolin
inhalierten. Ohne Ventolin haette die kubanische
Revolution nicht stattfinden koennen, denn bereits auf
der legendaeren Ueberfahrt nach Kuba wurde er von
einem schweren Asthma Anfall geplagt. Und Che Guevara
hat stets fuer jeden Menschen die best moeglichste
Medizin gefordert. Selbst auf dem Hochplateau wurde
armen Bauern gratis der perforierte Blinddarm
operiert, und nicht abgewogen, ob das zu teuer sei, im
Vergleich zur "Deckung der Beduerfnisse der grossen
Massen". So erfreute sich Cuba waehrend einiger Jahren
des gerechtesten und besten Gesundheitssytem von
Lateinamerika. Che Guevara wurde aber auf die Dauer
fuer Castro, der kuerzlich, im Mai 1998, in Genf von
der WHO (Weltgesundheitsorganisation) gefeiert wurde,
untragbar, da er ehrlich war. Sein Los kennt man. Mit
der Zeit ist dann auch das Gesundheitssystem in Kuba
vergammelt.
-
- Der
Mensch ist nicht geschaffen, fuer Massen zu denken und
zu fantasieren, er soll fuer Individuen, fuer alle in
gerechter Art, etwas tun. Und sich selber von den
Masstaeben, die er fuer andere setzt , nicht
ausnehmen. So koennen die Irrtuemer der Luege der
Basismedizin der vergangen 30 Jahren behoben werden,
die weder armen Massen noch armen Individuen etwas
gebracht haben, ausser Leid, Elend und
Tod.
-
- Kuerzlich
war eine chinesische Delegation aus dem ersten und
besten Peking Spital im Kantha Bopha, unserem
Kinderspital in Kambodscha (vergleiche folgendes
Kapitel, Standort des Appels), zu Gast. Alle waren
tief geruehrt von Kantha Bopha. Sie sagten, auch bei
ihnen sei alles gratis fuer alle, nur haetten nicht
alle Zugang, nur die oberen Parteikader.Sie waren
betroffen, wie sie sahen, dass wir ("sogar") bei einem
armen 12 jaehrigen Maedchen eine CT Untersuchung
vornahmen: Das Maedchen wurde ein Jahr zuvor wegen
einem drei Wochen dauernden Fieber als
Lungenentzuendung in der Provinz Takeo mit
Chloramphenicol behandelt. Nun kommt es ins Kantha
Bopha mit grossen Kopfschmerzen. Der Scanner zeigt
einen mandaringrossen Tuberkulose Hirnabszess, in den
Lungen Verkalkungen, (100% iger Nachweis von
Tuberkulose). Facit: Man hat in Takeo dank
Billigmedizin, hinter die sich selbst das
Schweizerische Rote Kreuz stellt und fuer Kinder im
Takeo Provinzspital praktiziert, die Diagnose
Tuberkulose nicht gestellt, man hat mit gefaehrlichen,
billigen Medikamenten falsch behandelt und nun davon
die schweren Folgen: ein inoperabler Hirnabszess.
Eines von Tausenden von Schicksalen, aehnlich dem des
Widersachers von Mao, Liu Shaoqi, nur nicht
manipuliert durch Mao, sondern durch
Drittweltideologen, die die nachhaltige Luege der
Basismedizin in Form von Billigmedizin in der armen
Welt fuer die armen Massen implementieren.
-
- Es
macht wenig Sinn , wenn man in 30 Jahren das Klagelied
ueber das passive Genocid anstimmt, das die Welt den
Kindern der armen Welt angedeihen laesst, in 30
Jahren, wenn die Geschichte aufgearbeitet werden wird,
wie der Westen vor 30 Jahren, also heute,mit diesem
Problem umgegangen ist. Sinnvoller waere es, heute
ehrlich zu sein und zu handeln.
-
- Standort
des Appells
- Standort
sind die Kinderspitaeler Kantha Bopha in Phnom Penh,
der Hauptstadt Kambodschas.
- Kantha
Bopha ist ein aktiver permanenter Platz des
dramatischen tagtaeglichen Nahkampfes gegen das
praktizierte passive Genocid an den kambodschanischen
Kindern.
- Nach
den Worten einer bedeutenden kambodschanischen Zeitung
(August 1998) sind die Kinderspitaeler Kantha Bopha I
und II die Hoffnung der Bevoelkerung Kambodschas. Die
einzigen Institutionen im Gesundheitswesen, die
funktionieren. Warum? Hier wird korruptionlose
korrekte Medizin betrieben, fuer jedes Kind, ob arm
oder reich. Es ist das einzig korrekt und
korruptionsfrei funktionierende Spital im Land, mit
grossem Praeventions- und
Gesundheitserziehungszentrum, mit grosser
medizinischer und chirurgischer Abteilung. Seit 6
Jahren in Betrieb, kommen nun die Kinder von ueberall
her. Die Zahlen der vergangenen Monate Juni, Juli und
August 1998 zeigen den Notstand im Land aber auch die
Effizienz der Spitaeler Kantha Bopha.
-
- Juni
1998: 41 143 ambulante Patienten, 2283 hospitalisierte
Patienten
- Juli
1998: 39 170 ambulante Patienten, 4514 hospitalisierte
Patienten
- August
1998: 38 613 ambulante Patienten, 3664 hospitalisierte
Patienten
-
- Heute,
am Tag der Niederschrift dieses Kapitels ( 29.August
1998 ), haben wir 523 schwer kranke Kinder
hospitalisiert. Unter ihnen u.a. 65 Kinder erkrankt an
Japanischer
- Encephalitis,
212 an Haemorrhagischem Dengue Fieber (HDF), 9 an
Tetanus (davon 6 Neugeborene) und 7 an Cholera .1740
kranke Kinder wurden in der Polilinik behandelt. 430
gesunde Kinder wurden geimpft.
- Alle
diese 65 schwer kranken und z.T. entstellten
Encephalitiden (JEV) und alle Tetanus Faelle koennte
man mit korrekter Impfung vermeiden. Zudem koennte die
Virulenz des Dengue Fieber Virus mit der JEV Impfung
vermindert werden ! (Kreuzimmunitaet zwischen den
Viren Dengue und JEV). Die WHO verhindert die JEV
Impfung in Kambodscha (seit 4 Jahren!!!) gemaess ihrer
Strategie "arme Medizin fuer arme Menschen in armen
Laendern". "Zu teuer fuer dieses arme Land ", sagen
die Experten. Beim Anblick dieser schwerst kranken
Kinder, kann ich heute nicht verleugnen, dass
Emotionen aufkommen. Warum auch nicht? Der noble
Westen verpoent Emotionen. Die vornehmen Experten
auch, Funktionaere der Internationalen Organisationen
und ihre Partner in den Drittwelt-Ministerien. Trotz
Einladungen kommen sie nie ins Spital, um die
schreckliche Realitaet zu sehen, Geld und Zahlen von
leider fingierten, manipulierten Statistiken stehen da
kuehl in gekuehlten Bueros zur Debatte. Ich schaeme
mich nicht meiner Emotionen, der Wut und des Zornes.
Letztlich ist es eine Sache der Menschlichkeit und des
Herzens, ob das Recht des Kindes auf Gesundheit zur
Anwendung gelangt. Eine Sache der Gerechtigkeit und
somit eine Sache des Friedens.
- 2000
Kinder mehr wuerden sterben monatlich, ohne die
Moeglichkeiten von Kantha Bopha. Die letzten drei
Monate, waehrend der herrschenden Dengue Epidemie gar
3000. Die WHO ist gegen Kantha Bopha. Sie sagt: "
Schon das Prinzip ist falsch, zu teuer fuer das arme
Land." "Man hat mit Kantha Bopha Beduerfnisse
geschaffen, die vorher nicht bestanden haben "!!!!
-
- Die
Tuberkulose, das groesste verborgene
Minenfeld.
- Tuberkulose
kann man mit in Kindern eingesetzten "personel mines",
die ueber kurz oder lang explodieren, vergleichen. Im
Gegensatz zu Tretminen ist ihre Explosion
programmiert, auf kurz oder lang, ihr Ziel im Visier:
das Kind, todsicher. Die Tuberkulose beim Kind kann
zum groessten Minenfeld der Welt erklaert werden,
verschwiegen und bewahrt durch die Internationalen
Organisationen.
- Die
Tuberkulose kann nur bekaempft werden, wenn jeder
effektive und potentielle Ansteckungsherd
neutralisiert wird, das heisst, wenn jedes Kind ,krank
durch Tuberkulose oder nur infiziert durch
Tuberkulose, korrekt, wirksam und kontrolliert
behandelt wird. Eine wirksame Impfung gibt es leider
bis auf den heutigen Tag nicht.
- Die
Tuberkulose, das toedliche " Minenfeld " der Kinder
Kambodschas , ist das groesste Gesundheits Problem der
Kinder Kambodschas, der Bevoelkerung Kambodschas
ueberhaupt. Jaehrlich entdecken wir 5000 neue Faelle
allein unter den hospitalisierten Kindern. Die WHO und
mit ihr zahlreiche Experten und Funktionaere,
behaupten bis auf den heutigen Tag, die Tuberkulose
beim Kind in der dritten Welt sei kein Problem,
irrevelant. Sie sei demnach nicht anzugehen, nicht zu
behandeln.
- Dazu
werden zwei Gruende angegeben :
- 1
Die Tuberkulose beim Kind sei nicht ansteckend, und
demnach kein epidemiologisches Problem.
- 2
Die Disziplin der Familien, die Therapie ausreichend
bis zum Ende (6 bis 12 Monate) zu befolgen,
fehle.(Bekanntlich haben unausreichende Therapien
Resistenzbildung zur Folge)
- Beides
konnten wir widerlegen.
- 1
Bei einem Drittel der an Tuberkulose erkrankten Kinder
koennen wir labormaessig Ansteckung
nachweisen.
- 2
In unserem Tuberkulose Zentrum befolgen nur 5 % der
Patienten die Therapie nicht bis zum Schluss der
gesamten Therapiedauer. Bereits waehrend der
Hospitalisation werden die Eltern informiert und im
Gesundheit serziehungszentrum ueber Tuberkulose
unterrichtet. Alle 3 Wochen kommen sie sogar von weit
her in die Kontrollen, bringen die leeren
Medikamentenhuelsen zurueck und fassen die Medikamente
fuer die naechsten 3 Wochen. Die Medikamente erhalten
sie gratis, die Kontrollen werden korruptsionfrei
durchgefuehrt. Der Vorgabe des Fehlens der Disziplin
ist ein unerhoehrter Vorwand der Arroganz der
Experten, nichts zu tun. Die Fehlschlaege vieler TB
Programme sind Folge von Korruption und
Unprofessionalitaet und gehen auf das Konto der
Experten und Funktionaere.
- Im
Programm der WHO der Infekte der Luftwege beim Kind ,
einer der groessten Infektklasse in der armen Welt
(IRA), ist die Tuberkulose als Krankheit nicht
aufgefuehrt. Jedoch 80 % der Luftwegsinfekte beim Kind
, sind sie nicht viraler Natur, sind Tuberkulose
Faelle. So ist also fuer die WHO die haeufigste
Erscheinungsform der Tuberkulose, die
Lungentuberkulose beim Kind, nicht
existent!!
- Kantha
Bopha ist nachwievor die einzige Institution im Lande,
die Tuberkulose beim Kind diagnostizieren und korrekt
behandeln kann. Und auch korrekt
behandelt.
- Die
Laborreinrichtungen, die Diagnostikeinrichtungen
kosten. Da sagt die WHO: "Zu zu teuer, zu
sophisticated fuer ein so armes Land"."Dem Standard
des Landes nicht angepasst".
-
- Die im
Kind verborgenen Minen.
- Verkalkungen
in den Lungen , beim Kind ein sicheres Indiz auf
Tuberkulose, sind im Roentgenbild nur sichtbar, wenn
sie einen Durchmessser von mehr als 2 mm haben.Wir
finden nun im CT bei unzaehligen Kindern Verkalkungen.
Minen die auf Zeit explodieren und das Leben
zerstoeren. Die schlummernde Tuberkulose schwaecht
zudem die Abwehr des Kindes. So sind z.B. hier die
zahlreichen Glomerulonephritiden, die nephrotischen
Syndrome zu erklaeren: Nierenerkrankungen, die infloge
einer Balancestoerung der Abwehrlage,erfolgt durch TB,
entstehen. Bei fast all diesen Kindern findet man im
CT Verkalkungen, den 100% igen Beweis der Tuberkulose,
man findet die Tuberkulose als Ursache.
- Die
zahlreichen schweren Hautabszesse, Muskelabszesse,
Fettgewebeabszesse sind allesamt direkte und indirekte
Folgen von Tuberkulose.
- So
ist die Virulenz der Verlaeufe der viralen
Erkrankungen, wie Dengue, (unter 40 schweren
Verlaeufen finden sich in einer kleinen Studie anfangs
September 1998 60% mit Verkalkungen in den Lungen
Hili), Japanische Encephalitis, Hepatitis B und C um
so heftiger, da die Kinder bereits mit Tuberkulose
infiziert oder an Tuberkulose erkrankt sind. Das selbe
bei Typhus, Malaria und den ganz banalen Infekten.
Kinder, frei von Tuberkulose , sind staerker in ihrer
Abwehr.
- Aber
auch Tuberkulose allein toetet die Kinder. Die
zahlreichen tuberkuloesen Meningitiden, die
zahlreichen tuberkuloesen Hirnabszesse, im CT
eindeutig nachweisbar, die schweren Lungendefekte, die
schweren Miliartuberkulosen, die schweren
Knochentzuendungen, die zahlreichen schweren
tuberkuloesen Herzbeutelentzuendungen (bereits im
Ultraschall eindeutig nachweisbar), fuehren bei
unkorrekter Behandlung zum Tod oder hinterlassen
schwerwiegende Invaliditaeten.
-
- Das CT ist
ein signifikant hilfreicher Detektor, was Tuberkulose
anbelangt.
- Bezeichnenderweise
wurde die Anschaffung eines CT's fuer Kantha Bopha II
von saemtlichen Experten abgelehnt und heftig
kritisiert. "Unsinn, Luxus fuer ein so armes Land wie
Kambodscha." "Spitzenmedizin und Prestigemedizin ist
das letzte fuer ein so armes Land" !! Man will also
das Minenfeld der TB bewahren, die Wahrheit nicht
wissen.
- Dank
dem CT konnten wir viele unsere Vermutungen wahr
machen: So auch die Tatsache , das duenne, "schlecht
ernaehrte Kinder" ihren Zusatnd nicht dem Mangel an
Nahrung, sondern der schlummernden Tuberkulose zu
verdanken haben.
- Der
Kommentar des Direktors der DEZA (Direktion fuer
Entwicklung und Zusammenarbeit der Schweiz in Bern)
auf die Kunde der bevorstehenden Anschaffung des CT's
hin, spricht Baende:" Wuerde ich ein CT finanzieren,
wuerde ich von allen meinen Leuten, der saemtlichen
Experten- und Funktionaerenwelt in der Luft von Kritik
zerrissen." (Juli 1996). Der damalige Bundespraesident
der schweizerischen Eidgenossenschaft, J.P.Delamuraz,
rief aber in Gegenwart des Koenigs von Kambodscha
Norodom Sihanouk anlaesslich der Einweihung des Kantha
Bopha II am 12.Oktober 1996 aus: "Wer meint, diese
Maschine sei zu sophisticated fuer Kambodscha, ist ein
Neokolonialist."
- Die
Politik und Strategie der WHO und vieler ihrer
Experten und Funktionaere , ist ein Ausbund von
Neokolonialismus.
- Fragt
man einen Experten, ob dann das TB Kind an TB sterben
soll, da eine Behandlung aus epidemiologischen
Gruenden nicht relevant sei (bekanntlich meinen die
Experten,TB beim Kind sei nicht ansteckend), kommt die
Antwort "Ja, dann halt." (November 1997)
- Ein
Volk, von Tuberkulose durchseucht, kann nie eine
Vitalitaet erreichen, ein Volk, das mit Tuberkulose
durchseucht ist, bleibt niedergedrueckt. Kann nie
Demokratie spielen, nie vital selbstbestimmend leben.
Es bleibt gebeutelt von Maechtigen, ausgebeutet von
Reichen.
- Die
duerftige TB Politik der WHO in Kambodscha erreichte
in den vergangenen 6 Jahren nichts: Einmal das IRA
Protokoll, das die Tuberkulose beim Kind als nicht
existent erklaert. Zum andern verwehren die Protokolle
den Spitaelern, Tuberkulose beim Kind zu behandeln.
Dies hat nach den Protokollen (erst noch mit
unzureichenden Diagnose Kriterien) in den sogenannten
Tuberkulose Zentren zu erfolgen. Auf Provinzebene
kommen die Medikamente aber gar nicht bis zu diesen
Zentren, sie verschwinden in der Korruption, sie
bleiben in Phnom Penh liegen. Die Statistiken und
Bilanzen sind fingiert.
- Die
Politik und Strategie, wie TB angegangen wird in
Kambodscha, laeuft auf ein passives Genocid an den
kambodschanischen Kindern, auf eine Schwaechung des
kambodschanischen Volkes hinaus.
-
- Die
japanische Encephalitis.
- Vor
vier Jahren haben wir das endemische und zeitweise
epidemische Vorkommen der Japanischen Encephalitis
(JEV) serolgisch erstmals in Kambodscha nachgewiesen.
Seit 2 Jahren liegen nun auch die eindeutigen Beweise
des CT's vor: Hirninfarkte, furchtbare, irreversible
Zerstoerungen des kindlichen Hirns.
- Selbst
bei Ueberleben ist ein normales Leben, mit normaler
Intelligenz, ausgeschlossen. Allein im Monat Juni 98
sind 85 Kinder im Kantha Bopha an dieser Krankheit
gestorben. Die Mortalitaet wird mit 34% angegeben. Wir
finden hier eine Mortalitaet von 20 %. Aber ein
grosser Teil der Kinder hat leider nachher ein ganzes
Leben an leichten bis schweren Einschraenkungen,
neurologischer, motorischer und geistiger Art, zu
leiden.
- Es
liegt eine effiziente Impfung vor. Die WHO hat unseren
bereits vor drei Jahren erfolgten Appell fuer eine
Massenimpfung als nicht notwendig und zu teuer fuer
ein so armes Land in den Wind geschlagen.
- Wir
impfen nun selber im Kantha Bopha seit einem guten
Jahr gegen die Encephalitis. Gratis. Der
kambodschanische Gesundheitsminister hat unsere
Kampagne wiederholt authorisiert, gutgeheissen und
begruesst. Die Reichen und die Auslaender koennen sich
im kommerziellen Institut Pasteur fuer 60 Dollar
impfen lassen. Das kann niemand der 90% mausarmen
Bevoelkerung bezahlen. Uns kostet die Impfung, die wir
direkt aus Osaka importieren, 4 USD. UN Angehoerige,
Botschaftsangehoerige werden dringend angewiesen, sich
impfen zu lassen. Die armen Massen ueberlaesst die
Politik der WHO, notabene einer UN Organisation, der
toedlichen Krankheit. Tausende laesst man so leiden
und schmerzvoll krepieren. Die Untaetigkeit und
Verleugnung der Epidemie durch die WHO fuehrt zum
passiven Genocid von Tausenden und zur Zerstoerung der
Hirnsubstanz von Abertausenden.
-
- Die
Encephalocardiopathie.
- Hunderte
von schwerkranken Kindern unter 9 Monate kommen ins
Kantha Bopha mit Zeichen der Dispnoe, der Atemnot.
Laut den Protokollen der WHO (IRA) bedeutet schnelles
Atmen schlichtweg Bronchopneumonie. Fuer schwere
Dispnoe wird laut Protokoll Chloramphenicol
gegeben.
- Wir
konnten nun feststellen, dass bei all diesen Kindern
keinerlei Lungenkrankheit vorliegt, sondern eine
Encephalocardiopathie. Im Herz Doppler Ultraschall
kann eindeutig eine pulmonale Hypertension
nachgewiesen werden. Die Dyspnoe ist also cardial
bedingt. Im Scanner koennen Hirninfarkte nachgewiesen
werden. Bei groesster Wahrscheinlichkeit ist diese
Encephalocardiopathie durch das selbe Virus, das die
Japanische Hirnhautentzuendung (JEV) hervorruft,
versursacht. Die Serologie ist teilweise JEV positiv.
Das Kind unter 9 Monaten reagiert mit seinen Symptomen
anders auf das Virus als das Kind, aelter als 1 Jahr ,
da die immunologischen Verhaeltnisse zwischen den
Alterstufen verschieden sind.
- Die
Behandlung dieser Dyspnoe Kinder , vorgeschrieben in
den Protokollen mit Chloramphenicol, ist demnach
absolut sinnlos.
- Man
behandelt ins Blaue hinaus, erst noch mit fatalen
Mitteln ,wie im naechsten Abschnitt zu lesen ist:
Chloramphenicol ist fatal.
-
- Der
Gebrauch nutzloser und gefaehrlicher
Medikamente
- Nachwievor
sind auf der Essential Drug List der WHO Antibiotika
enthalten, die wegen vorhandener Resistenzen unwirksam
sind und derart schwere toedliche Nebenwirkungen
zeitgen, dass sie in der westlichen Welt bereits seit
1970 aus dem Verkehr gezogen worden sind.
-
- Das
Chloramphenicol: Resistenzen
- Bereits
vor 4 Jahren konnten wir nachweisen, dass 95 % der
Salmonella typhi Bakterien resistent sind auf
Chloramphenicol. Trotzdem wird das Medikament in Form
von Typhomycin von zahlreichen Organisationen zur
Behandlung des haeufigen Typhus gebraucht. Gegen
Bactrim und Ampicillin liegt eine Resistenz von je 94%
vor. Augmentin wirkt nicht, die Blutkulturen bleiben
positiv. Diese Situation beobachten wir laufend an
Tausenden von Blutkulturen.
- Das
einzige Medikament, das zur Typhus Behandlung des
Kindes in Frage kommt, ist Rocephin. (Im Gegensatz zu
Chloramphenicol, Bactrim und Ampicillin, ein sehr
teures Medikament). Die WHO verteidigt den Gebrauch
von Chloramphenicol: "Chloramphenicol ist ein gutes
Medikament. Zudem ist es billig. Man kann sich nicht
erlauben, in der dritten Welt Rolls Roys Medikamente,
teure Medikamente, wie das Rocephin, zu
benuetzen."
-
- Chloramphenicol
zeitigt schwerste Nebenwirkungen.
- Bereits
1970 wurde in Europa und den USA Chloramphenicol fuer
Kinder aus dem Verkehr gezogen. Die Nebenwirkungen der
passageren Knochenmarksaplasie, der irreversiblen
Knochenmarksaplasie, der isolierten Anaemie, sind
bekannt. Hunderte von Kindern haben wir an dieser in
auswaertigen Kliniken "aerztlich" gesetzten
Komplikation im Kantha Bopha verbluten und sterben
sehen, es gibt gegen diese Komplikation keine
Behandlung.
- Die
Chance fuer ein Kind in Kambodscha , an diesem
Medikament sterben zu muessen, ist um Vieles
potenziert, da viele Krankheiten hier die Leber in
ihrere Funktion einschraenken. (Dengue, Malaria,
Tuberkulose, Hepatitis A, B und C mindern die
Funktionalitaet der Leber, notwendig fuer die
Metabolisierung des Chloramphenicols).
- Es
ist deshalb auch unerhoehrt, dass weiterhin
Hirnhautentzuendungen und generell schwere Infekte
laut den Protokollen der WHO mit Chloramphenicol
behandelt werden.
- Die
haeufigste Ursache der Hirnhautentzuendung ist
Tuberkulose. Da ist Chloramphenicol ohnehin unwirksam.
Die zweithaeufigste Form der eitrigen
Hirnhautentzuendungen die Haemophilusmeningitis. 55%
der Haemophiluskeime sind aber resistent gegen
Chloramphenicol. Schon allein wegen dieser Resistenz
darf Chloramphenicol nicht aufs Gratewohl verabreicht
werden. Und schon gar nicht wegen der Gefaehrlichkeit
des Medikamentes mit den toedlichen
Nebenwirkungen.
-
- Beim
Gebrauch von Chloramphenicol muss man gar von aktiv
wissentlich riskiertem Genocid an den
kambodschanischen Kindern sprechen.
-
- Eine
korrekte Infektiologie kann und darf nur mit korrekten
Einrichtungen und Labors gefuehrt werden, die korrekte
Diagnose , korrekte und kontrollierte Behandlung
erlauben. Das hat nichts mit Luxusmedizin zu tun, wie
das die WHO und die Unicef und andere Organisationen,
Experten und Funktionaere notorisch und bewusst
irrefuehrend in zahlreichen Medien weis machen wollen,
das hat allein mit aerztlicher Sorgfaltspflicht, mit
korrekter Behandlung zu tun, auf die jedes Kind
Anrecht hat.
-
- Die
Tragoedie Aids. Wissentlich verpasste
Chancen.
- Bis
zum Jahre 1991 (ab April 75) war Kambodscha eine mehr
oder weniger geschlossene Gesellschaft. Es war seit
jeher Sitte, dass sich junge Maenner in den Bordellen
ihre ersten sexuellen Erfahrungen erwerben. Es gehoert
zum guten Ton. Aids war unbekannt. 1992 kamen 14 000
UNO Truppen und 8000 administratives UNO Personal ins
Land, um die Wahlen 1993 durchzufuehren
(UNTAC).
- Bis
zu 5% einzelner Truppenkontingente waren bereits vor
Ankunft mit HIV infiziert. Trotz zahlreichen
Interventionen und Vorschlaegen von
Interventionsrogrammen und Massnahmen durch den
Kommandanten der UNO Sanitaetstruppen, wurde jede
Massnahme von der Leitung der UNO (UNTAC unter der
Leitung von Herrn Akashi) und der WHO abgelehnt:" Man
darf die Leute nicht diskriminieren, alle duerfen sich
an Maedchen erfreuen "(so woertlich Akashi). Die WHO
hat nichts getan. Aids weitet sich aus wie ein
Flaechenbrand.Waehrend der 5 vergangenen Jahre macht
die WHO weiterhin nichts effizientes . Unter den im
Kantah Bopha hospitalisierten Kindern unter 5 Jahren
sind bereits 4 % HIV positiv!!!! Die Zahl steigt. Die
Kinder sind durch ihre Muetter, vertikal angesteckt.
Dies beweist zum einen , dass mit der UNTAC Aktion die
Explosion von Aids ueber Kambodscha hereingebrochen
ist, die durch die WHO, einer UN Organsiation, haette
vermieden werden muessen und koennen, und zum andern
beweist der stete Anstieg an HIV infizierten Muetter,
dass unzureichend gegenwaertig gegen Aids vorgegangen
wird. Unter den aelteren Kindern finden wir nur
sporadisch HIV positive, bedingt durch unkontrollierte
Transfusionen in auswaertigen Spitaelern.
-
- Tetanus
- Heute,
29.August 1998, 9 Tetanusfaelle! 6 davon Neugeborene.
Ihre Muetter wurden als Kinder demnach nicht geimpft.
Die Unicef, verantwortlich seit Jahren fuer die
Impfprogramme in Kambodscha, sagte 1992, Kantha Bopha
haette sich mit Impfungen nicht zu befassen. Die
Impfprogramme funktionierten. Schwerste Tetanusfaelle
bei aelteren Kindern und Neugeborenen decken aber die
Wahrheit auf: Tausende von Kinder , Tausende ihrer
Muetter wurden nicht geimpft. In der Tat erreichten
die Impfstoffe kaum die Provinz. Die Statistiken
wurden gefaelscht.(Zahlreiche Zeugen). Die
Funktionaere der Unicef gaben sich damit zufrieden.
(An ihren uebersetzten Salaeren aendert das ja
nichts).
-
- Die Angst
vor der Wahrheit
- Die
Unicef , wie auch andere Organisationen, ist gegen das
im Bau befindliche Spital, Kantha Bopha III, im Norden
des Landes, wo auch ein grosses Impf- und
Praeventionszentrum, ausreichende Diagnostikmittel und
180 Betten vorgesehen sind. Man diskreditiert dieses
Projekt in den Medien, um die Spender zu verunsichern,
um das Projekt so zu verhindern. Im Norden verfolgt
die Unicef seit 5 Jahren eine "Grassroot
Medizin"-Aktivitaet auf Distriktebene, ohne jede
Effizienz. 9 lamentable Einrichtungen auf
Distriktebene stehen da den Armen zur Verfuegung.
"Antibiotika brauchen wir nicht, die Leute sollen die
Haende waschen, um Krankheiten zu verhindern", so der
Verantwortliche der Unicef. Fuer unzulaengliche
Hilfeleistungen muss da zudem noch bezahlt werden. Die
Politik der Sustainibilty, der Nachhaltigkeit (ein
Lieblingswort der Drittweltideologen des Westens),
fordert, dass die lamentablen Einrichtungen
selbsttragend sind. Man fuerchtet nun, dass mit
normalen medizinischen diagnostischen Einrichtungen ,
wie sie fuer Kantha Bopha III vorgesehen sind, die
schreckliche Wahrheit des Gesundheitszustandes des
Kindes aufgedeckt wird, den es eben zu verbergen gilt.
Wenn dieser zu tage tritt, verliert die "Grassroot
Medizin" der Unicef im Norden des Landes das Gesicht.
Die WHO schliesst sich dieser Gegenerschaft an. Auch
die Direktion fuer Entwicklungshilfe (DEZA) in Bern .
Man sagt zu diesem im Bau befindlichen Projekt Kantha
Bopha III : "Unterhoehlung des Gesundheitssystems von
Kambodscha" (November 1997)!!
-
- Die
Dengue Epidemie 1998. Selbst fuer jeden Fantasten
einsehbar: Offensichtlicher und evidenter Bankrott der
Politik arme Medizin fuer arme Menschen in armen
Laender.
-
- Seit
6 Jahren betreibt die WHO ein Dengue Fieber Projekt
fuer Kambodscha. Die Effizienz ist null. Dieses Jahr
haben wir in Kambodscha die groesste, weltweit je
gesehene, Epidemie. Nichts wurde vorgesehen, nichts in
die Wege geleitet. Die WHO hat von Januar bis August
1998 10000 Faelle des Haemorrhagischen Dengue Fiebers
(HDF) registriert. 7500 davon waren in den Spitaelern
Kantha Bopha hospitalisiert! Sie kamen aus allen
Provinzen zu uns. Unter diesen 7500 schwerstkranken
Kindern, meist im Schock, die wir hospitalisiert
haben, betraegt die Mortalitaet ohne Behandlung 60 %.
Die Behandlung und Ueberwachung ist aufwendig,
Transfusionen von Plasma und Blut sind in vielen
Faellen die Therapie der Wahl. Ferner gilt es haeufige
nebeneinhergehende Infekte, wie Thyphus, Malaria,
JEV,etc., rechtzeitig zu erkennen und effizient zu
behandeln. Die Mortalitaet konnten wir auf 1,8%
senken.
- Die
WHO, verantwortlich fuer Dengue seit 6 Jahren , hat
auch in Sachen Dengue nichts geleistet, nichts
erreicht. Gleichzeitig verurteilt die WHO Kantha Bopha
als Subversion des Gesundheitssystems (1995). Die
einzige Antwort auf die Denguekatastrophe ist aber
eine korrekte und kontrollierte Medizin. Die kann
nicht billig und arm sein, wie sich das
Drittweltfantasten und die WHO vorstellen. Eine
korrekt funktionierende Blutbank vor Ort ist
Bedingung. Kantha Bopha I und II sind die einzigen
Institute im Land mit korrekt und nicht korrupt
funktionierenden Blutbanken. Auch das im Bau
befindliche Kantha Bopha III im Norden des Landes wird
mit einer Blutbank und den entsprechenden
Laboreinrichtungen ausgeruestet sein.
- 7%
der Spender sind HIV , 12 % Hepatitis B und 4%
Hepatitis C positiv. Allein im Monat August 1998
hatten wir 1400 Transfusionen, lebensrettende, zu
taetigen. Ohne die aufwendigen und teuren Kontrollen
und Teste, um zu sehen, ob das Blut oder Plasma nicht
kontaminiert ist, haetten wir allein im Monat August
100 Kinder Aids krank gemacht. 220 Kinder Hepatitis
krank! Diese Arbeit, diese Installationen, diese
Reagenzien und Teste kosten. Die Teste allein per
Flasche 50 USD! Im Falle der Handhabung des Dengue
Fiebers liegt erneut der Bankrott der Politik der WHO,
der armen Medizin fuer arme Menschen in armen
Lanedern, offen da.
- In
manchen Spitaelern werden heute Transfusionen ohne
Teste getaetigt. Schon etliche solche Kinder wurden
nachher schwerkrank ins Kantha Bopha gebracht,
aidskrank, in schwerem ,elenden Leiden,
hoffnungslos.
- Diese
Problematik wird von der WHO bewusst verschwiegen. Die
Fantasie der armen Basismedizin auf Provinzeben oder
Distriktebene laesst sich hier nicht mehr
aufrechterhalten. Diese Medizin laesst
sterben
.oder toetet gar aktiv.
-
- Die
Einfuehrung des Zahlungssystems.
- Verheerend
ist die neuliche Politik der WHO fuer die arme dritte
Welt, den Patienten selbst die Kosten tragen zu
lassen. Diese Politik wird auch von der schweizer DEZA
befolgt, "das ist der globale Trend
" und darum
richtig, offenbar.
- Man
gibt vor, so "die Verantwortlichkeit des Patienten
fuer seine Gesundheit zu foerdern". (Ein Prinzip, das
im reichen Westen, wo Schoenheitschirurgische Leiden
und anderer Luxus im Gespraeche stehen , vielleicht
teilweise Bedeutung haben kann, transferiert man
ahnungslos ueber die Konsequenzen in die arme Welt
unter der modernen Preambel: Globalisierung!) Ein
modernes Alibi, das Funktionaere und Experten und ihre
Partner- Funktionaere in den Ministerien ihrer eigenen
Verantwortung entbindet.
-
- Kantha
Bopha ist kostenlos fuer alle. Das wird von der WHO,
von der schweizerischen DEZA kritisert, "entspricht
nicht dem globalen Trend".
- Die
Nachhaltigkeit ist oberstes Prinzip.Um diesem
standzuhaltzen, muss das System selbsttragend sein,
auch ein Spital. Fuer ein mausarmes Kind , das geheilt
und gerettet wird, ist jedoch diese theoretische und
ideologische Frage der Nachhaltigkeit, mit der sich
Experten in ihren Bueros schwer und wichtig tun,
bedeutungslos.
-
- Der
kambodschanische Gesundheitsminister hat indessen
zugegeben, dass alle Arten der neu eingefuehrten
Zahlungssystemen in den kambodschanischen Spitaelern
nur noch zur Zunahme der ohnehin bestehenden
Korruption gefuehrt haben.
- Furchtbare
Dinge geschehen
.man noetigt Bauern, ihre Ochsen
, ihre ganze Habe zu verkaufen. Ohne 50 bis 100 USD
vorzuweisen wird man gar nicht ins Spital
eingelassen!! Hunderte von Existenzen von
Bauernfamilien, dem Herzstueck der kambodschanischen
Gesellschaft, sind so ruiniert worden, um dann erst
noch nicht korrekt behandelt zu werden
und zu
sterben. Hunderte, Tausende solcher Tragoedien. Sie
spielen sich tagtaeglich ab.
-
- Um
jede Korruption zu vermeiden, zahlen wir im Kantha
Bopha allen 630 kambodschanischen Mitarbeitern seit
Beginn, seit 6 Jahren, ein Salaer aus, mit dem sie
ueberleben koennen. Mit dem monatlichen
Regierungsgehalt von 14 USD kann niemand ueberleben.
Das 14 Dollar - Salaer fuehrt dazu, dass die Leute
hoechstens 2 Stunden im Spital arbeiten , den
Patienten unter dem Tisch Geld abnehmen, Medikamente
stehlen, um zu ueberleben. Kantha Bopha hat keine
dieser in allen Spitaelern anzutreffende Korruption.
Jeder Patient wird kostenfrei und korrekt betreut. Das
Personal arbeitet den ganzen Tag und macht jeden
vierten, respektive 5.Tag, Dienst.
-
- Wir
fordern die WHO als Verantwortliche auf, von ihrem
unzulaenglichen Zahlungs- Prinzip, das den Armen keine
Chancen gibt (90% der Bevoelkerung) und so ein Genocid
der Armen verursacht, abzukommen. Von diesem Prinzip,
das sie den Regierungen aufzwingen.
-
- Es
gibt genuegend Gelder auf dieser sich global
waehnenden Welt. Allein mit dem Budget der WHO von 800
Millionen USD koennte man 200 Zentren Kantha Bopha
aufbauen und immerwaehrend betreiben. 200 Zentren , wo
alle Patienten gratis, ohne wirtschaftlichen Ruin,
korrekt behandelt wuerden. Aber 85% des Budget der WHO
gehen in die Administration. So verhaelt es sich auch
bei andern Organisationen.
- Das
totale jaehrliche Budget von Kantha Bopha I und II
betraegt jaehrlich 7,5 Millionen USD. Nur 3% gehen in
die Administration (inklusive PR).
-
- Dringender
Appell an die WHO und die ihr willfaehrigen
Organisationen und Institutionen.
-
- Die
Politik der armen Medizin fuer arme Menschen in armen
Lanedern laeuft auf ein passives Genocid an den
kambodschanischen Kindern hinaus.
-
- Meine
Kritik habe ich in diesem Sinne erstmals vor 4 Jahren,
im September 1994 erhoben. Als Reaktion hat die WHO im
Maerz 1995 und August 1995 das kambodschanische
Gesundheitsministerium veranlasst und aufgehetzt, in
einem ominoesen Schreiben, zweimal an die gesamte
kambodschanische Regierung gerichtet , Kantha Bopha
zurueckzubinden und zu diffamieren. Folgendes wurde
geschrieben: "Subversion des Staates", "Subversion des
Gesundheitssystems", "Nichtbefolgen der Protokolle
"(der falschen!!), " Bildung eines Staates im Staate"
, "Erpressung des kambodschanischen Personals durch
Loehne ", "Koedern der Patienten mit Geld" !! (wir
geben den aermsten Familien aus den Provinzen Geld
fuer Nahrung und die oft lange,weite Reise), etc. Es
ist nicht geraten! Eine Antwort der Regierung ans
Gesundheitsministerium blieb aus! Kantha Bopha bleibt
die einzige Hoffnung fuer die kambodschanischen
Kindern! Auch laut allen politischen Fraktionen in
Kambodscha. Fuer alle Kinder, ob reich oder arm.
- Auch
der Gesundheitsminister hat im Laufe der 2 vergangenen
Jahre in wiederholten Erklaerungen klare Zustimmung
und Anerkennung bekundet und sich so von diesem
misslichen Ansinnen der WHO und anderer Experten
distanziert.
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- Immer
haeufiger erhalte ich Briefe und Meldungen von
Aerzten, die in anderen armen Laendern arbeiten. Sie
besagen, dass bei ihnen aehnliche Verhaeltnisse
bestuenden
, sei es in der Handhabung der
Tuberkulose, der Handhabung anderer
Infektionskrankheiten, die zum passiven Genocid an den
Kindern fuehren.
- Immer
mehr Besuche von Gesundheitsministern und Aerzten aus
der nachbarschaftlichen Region im Kantha Bopha besagen
ganz klar, dass die neokolonialistische Politik der
WHO auch nach ihren Erfahrungen nichts fruchtet. Sie
wuenschen fuer ihre Kinder Zentren wie Kantha
Bopha.
-
- Wir
appellieren an alle Verantwortlichen, Experten und
Funktionaere , die Politik und Strategie, arme Medizin
fuer arme Menschen in armen Laendern, sofort und
unmissverstaendlich zu aendern, und jedem Kind die
Chance auf korrekte Behandlung, dem ihm zustehenden
Recht, zu realisieren und zu sichern.
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