Auch 2020 wurde das Versprechen von Dr. Richner eingehalten!

Updated: Jan 15


(Foto, Dr. med. Ive Malene, Vize Direktorin Kantha Bopha Spital, Phnom Penh)


Die Corona-Krise hat auch die fünf Kinderspitäler Kantha Bopha in Kambodscha getroffen. Glücklicherweise nur in der Bilanz. Zwar haben die verantwortlichen Ärzte für eventuelle Covid-Fälle bei den Kindern präventiv spezielle Behandlungszimmer eingerichtet, diese kamen aber nie zum Einsatz.


Wegen Covid 19 und den Lockdown-Massnahmen gelangten etwas weniger Patienten bis zu den Spitälern. Es gab im Jahr 2020 aber auch keine Denguefieber-Epidemie wie im Jahr 2019. Deshalb gingen die Patientenzahlen leicht zurück. Wegen der Pandemie sind auch die Spenden, auf die die Spitäler immer noch angewiesen sind, rückgängig. Zum Beispiel ist der Besucherstrom zur antiken Königsstadt Angkor Wat ganz versiegt, von dessen Ticketing üblicherweise jedes Jahr rund fünf Millionen Dollar an die Spitäler gingen.


Ungeachtet dieser Rückgänge konnten die Spitäler in ihrem Jahresabschluss nur Positives vermelden. Denn die Arbeit konnte ununterbrochen geleistet werden.


Für uns sind die nun folgenden Zahlen fast unvorstellbar hoch.


Mehr als 639’000 Kinder konnten behandelt, 133’000 mussten hospitalisiert werden.


In den Spitälern, die täglich 2’000 Kinder zur Konsultation empfangen, wurden 24’822 Kinder operiert, davon waren 1’046 Operationen am offenen Herz, und 777 neurochirurgische Eingriffe.


Die Spitäler haben 49’586 Kinder geimpft.


132’443 schwangere Frauen wurden beraten.


In der Maternität wurden 25’771 Kinder geboren.


Zur Ausbildung der neuen Generation von Ärzt(inn)en und Pflegenden beschäftigen die Spitäler 444 Doktorand(inn)en und 246 Pflegestudent(inn)en im Rahmen von Praktika.


85 Prozent aller kranken Kinder des Landes konnten durch das Lebenswerk von Dr. Beat Richner und Dr. Peter Studer gerettet werden, eine ganze Generation! Beat Richner hat dies stets als nachhaltige Arbeit für den Frieden betrachtet: wer erlebt, dass jedes Kind, unabhängig vom sozialen Status, medizinisch korrekt und kostenlos behandelt wird, ist für den Frieden gewonnen, weil ihm Gerechtigkeit widerfahren ist. Das ist das Vermächtnis und Versprechen von Dr. Richner.


Die Zahlen stehen auch für die Tüchtigkeit und das grosse Engagement der 2’500 einheimischen Mitarbeitenden der fünf Spitäler. Ihnen gilt grosser Dank, den die Stiftung im Namen aller Spenderinnen und Spender aus der Schweiz und Kambodscha aufs Jahresende ausgerichtet hat, vorläufig leider nur per Videokonferenz.


Der Generaldirektor der Spitäler, Dr. biol. Denis Laurent, hat uns seinen «innigsten Wunsch» mitgeteilt, «dass wir dieses Jahr wieder auf die finanzielle Unterstützung aus der Schweiz und aus Kambodscha zählen können, um die fünf Spitäler im Gedenken und im Sinn von Dr. Beat Richner weiterführen und den Kindern kostenlos exzellente medizinische Qualität bieten zu können.»


Auch die mit Kantha Bopha partnerschaftlich verbundenen und befreundeten Ärzte und Professoren des Kinderspitals Zürich hoffen, dass es bald wieder möglich sein wird, dem Team von Denis Laurent vor Ort helfen zu können.


Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen.


Dr. iur. René Schwarzenbach, Präsident,

Prof. Dr. med. Michael Grotzer, Vizepräsident

Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner,

PC 80-60699.1, IBAN Nr. CH98 0900 00008006 0699 1

www.beat-richner.ch, www.facebook.com/dr.beat.richner

Zürich/Phnom Penh, im Januar 2021