Rückblick 1 | 2010 «Ich bin der letzte Sozialist»

Interview mit Dr. Beat Richner für die «Weltwoche», 12. August 2010

(Only German)

Die Begegnung fand im Hotel «Ambassador» statt, direkt hinter dem Zürcher Opernhaus. Es ist das Stammhaus Beat Richners, wenn er in der Schweiz ist. Die Zeit ist knapp, das Hotel verlässt der Gründer und Leiter der Kinderspitäler Kantha Bopha in Kambodscha praktisch nur, wenn er ein Konzert gibt (unter seinem Künstlernamen Beatocello). Inlandchef Philipp Gut, der die Entwicklungshilfe bereits verschiedentlich kritisch beleuchtet hat, war nach dem Gespräch beeindruckt – nicht nur, weil ihm Richner eine Riesenportion Erdbeeren mit Rahm spendierte. Der erfolgreiche Kinderarzt kritisierte in seltener Offenheit die Fehlleistungen der Uno und der Deza. Ideologische Vorgaben verhinderten effiziente Projekte. Es könne nicht sein, dass die Rettung von Zehntausenden von Kindern Privatsache bleibe. Erstmals sprach Richner auch über seine Erlebnisse während der Studentenunruhen von 1968. Und er liess durchblicken, dass er unter den Anforderungen seines gewaltigen Lebenswerks leide. Trotzdem werde er nicht eher in die Heimat zurückkehren, als die Zukunft der Spitäler gesichert sei.



Das Buch «Ambassador. Zwischen Leben und Überleben.»

Dr. Beat Richner (2009)

Hier bestellen:

Deutsch:

https://elstersalis.com/produkt/ambassador-zwischen-leben-und-ueberleben-dr-beat-richner/

Englisch:

https://elstersalis.com/produkt/ambassador-englisch-between-life-and-survival-dr-beat-richner/