Die Kinder von Kambodscha können sich auf uns verlassen

Updated: Oct 30


Sonika, in 2017 in Kantha Bopha 2 wegen Leukämie behandelt, kommt zur Kontrolle (2020)

Die Grenzen zu Kambodscha und Thailand sind wegen Covid-19 geschlossen. Glücklicherweise hat die Leitung der Kinderspitäler Kantha Bopha rechtzeitig genügend medizinisches Material und Medikamente importiert. Die Spitäler funktionieren trotz Corona-Krise perfekt.


Kambodscha hatte bisher nur 273 Fälle von Covid-19-Ansteckungen, alle bei eingereisten Personen. Die Spitäler haben innerhalb von sehr kurzer Zeit spezielle Aufnahmeprozeduren für Covid-19-verdächtige Patienten installiert, damit die 1500 bis 2000 hospitalisierten Kinder und die 2000 täglich zur Konsultation gebrachten Kinder auf keinen Fall einer Ansteckung ausgesetzt werden.


Nur ein einziges viermonatiges Kind mit seiner Mutter musste mit Covid-19 hospitalisiert werden, eine «interessante aber stressige Erfahrung für uns», wie Generaldirektor Dr. biol. Denis Laurent in seinem regelmässigen Bericht an die «Stiftung Kantha Bopha Kinderspital, Dr. med. Beat Richner» schreibt.


Die Schliessung der Schulen und der Lockdown haben zu einem Rückgang der Patientenzahl um 30 % in den Monaten April und Mai geführt, nur die Anzahl schwerkranker Kinder blieb unverändert. Zurzeit ist der Andrang wieder gross.


Trotz allen Schwierigkeiten konnte in Siem Reap die neue Neonatologie und die Intensivstation mit 40 Betten für Reanimation vollendet und eingeweiht werden, «eine grosse Erleichterung für die Behandlung der schwerkranken Kinder», schreibt Denis Laurent.


Ebenfalls voll in Betrieb ist das neue Zentrum für Herzchirurgie in Phnom Penh, das am 1. August 2019 im Beisein des Königs, der Königinmutter und der Regierung feierlich eingeweiht wurde. In einem Jahr konnten bereits 445 Kinder mit Herzfehlern operiert werden, auch einige sehr komplizierte Fälle.


Wegen der Corona-Krise sind die regelmässigen Reisen von Spezialisten des Zürcher Kinderspitals nicht möglich, deshalb kommunizieren die kambodschanischen Ärzte mit ihren Zürcher Kollegen intensiv per Internet.


Die Patientenzahlen sind im Vergleich zu Schweizer Verhältnissen enorm. Allein im Monat Juli mussten 11 148 schwer kranke Kinder hospitalisiert werden. Und es wurden 2216 Operationen durchgeführt.


Denis Laurent schreibt: «Die 2500 kambodschanischen Mitarbeiter sind sehr motiviert und arbeiten im Geiste und Respekt des verstorbenen Gründers Dr. med. Beat Richner und seines vor drei Monaten verstorbenen Nachfolgers Dr. med.Peter Studer nach den gleichen Prinzipien, die seit 28 Jahren zu diesen unglaublich guten Resultaten geführt haben.»


Da die Touristen ausbleiben, fehlen dem Spital 2 Dollar pro Eintritt in Angkor Wat. Bisher ein wichtiger «Zustupf» für das Betriebsbudget. Wir rechnen in diesem Jahr mit einem Ausfall von mindestens 3 Mio. USD.


Die Kinderspitäler sind immer noch auf die Grosszügigkeit der Schweizer Spender(innen) angewiesen.


Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen.


Dr. iur. René Schwarzenbach, Präsident,

Prof. Dr. med. Michael Grotzer, Vizepräsident


Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner,

PC 80-60699.1, IBAN Nr. CH98 0900 00008006 0699 1

www.beat-richner.ch, www.facebook.com/dr.beat.richner


Zürich/Phnom Penh, im August 2020

© Beat Richner, 1998 – 2020

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