Schlechte und gute Nachrichten

Updated: Nov 9


Wir stecken gerade in der zweiten Welle der Covid-19-Krise, mit all ihren Folgen. Wir dürfen dabei nicht die gute Nachricht vergessen, die uns schon im Frühjahr erreicht und erleichtert hat: Das Virus ist für Kinder nicht gleich gefährlich wie für Erwachsene. Bei uns müssen keine Kinder sterben. Man darf sich gar nicht vorstellen, was geschehen wäre, wenn Kinder die primär Betroffenen gewesen wären.

Was es bedeutet, wenn Epidemien Kinder schwer krankmachen und ohne medizinische Hilfe dahinraffen, wissen leider die Eltern in Kambodscha nur allzu gut. Dieses Jahr ist Kambodscha erstmals vom Chikungunya-Fieber betroffen. Diese Tropenkrankheit wird wie Dengue von Mücken übertragen. Sie löst hohes Fieber, Gelenkschmerzen und Blutungen aus.

Täglich empfangen die 2500 Mitarbeitenden der Kantha Bopha Kinderspitäler in Phnom Penh und Siem Reap 2000 bis 2500 Mütter und Väter mit ihren schwerkranken Kindern zur Konsultation. Sie sind in der glücklichen Lage, jedem Kind helfen zu können. Dank den Spitälern, die mit den Spenden aus der Schweiz gebaut wurden und heute zu den besten Kinderspitälern der Welt gehören.

Zahlen sagen nicht viel aus über die einzelnen Schicksale der Familien, die ihre Kinder ins Spital bringen müssen, über die beschwerliche Anfahrt, die Einkommenslücken, für die in Kambodscha kein Sozialstaat einspringt. Aber sie sagen viel aus über die wunderbare Arbeit, die die Spitäler heute leisten, die Dr. Beat Richner gegründet und unterstützt von seinem langjährigen Stellvertreter Dr. Peter Studer und einer grossartigen einheimischen Mannschaft von jungen Aerzten geführt hat. Heute führen unser Generaldirektor Dr. biol. Denis Laurent zusammen mit den erfahrenen Chefärzten Prof. Ky Santy und Prof. Yay Chantana die Kantha Bopha Spitäler in enger medizinischer Zusammenarbeit mit dem Kinderspital Zürich und nach den Prinzipien von Dr. Richner autonom.

Damit Sie einen Eindruck kriegen von den Fallzahlen, die die Kantha Bopha Spitäler von Januar bis Oktober 2020 zu bewältigen hatten, hier die wichtigsten:

537’765 kranke Kinder kamen zur Konsultation

113’010 schwerkranke Kinder mussten hospitalisiert werden

3’924 schwerkranke Kinder litten am Denguefieber und mussten

hospitalisiert werden

1’350 am Chikungunya Fieber erkrankte Kinder mussten hospitalisiert werden

19’479 Kinder wurden operiert

856 offene Herzoperationen und Herz-Katheteroperationen konnten durchgeführt

werden

In der Maternité des Jayavarman VII Spitals in Siem Reap (Kantha Bopha III) wurden 112’055 schwangere Frauen zur Vorsorgeuntersuchung empfangen, und es gab 19’593 Geburten.

Die Spitäler sind immer noch auf Spenden aus der Schweiz angewiesen. Die Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner garantiert, dass das Spendengeld direkt den kranken Kindern zugutekommt. Der Verwaltungskostenanteil der Stiftung beträgt sehr tiefe 2,5%. Der Stiftungsrat arbeitet ehrenamtlich.


Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen.


Dr. iur. René Schwarzenbach, Präsident,

Prof. Dr. med. Michael Grotzer, Vizepräsident

Stiftung Kinderspital Kantha Bopha, Dr. med. Beat Richner,

PC 80-60699.1, IBAN Nr. CH98 0900 00008006 0699 1

www.facebook.com/dr.beat.richner

Zürich/Phnom Penh, im November 2020

© Beat Richner, 1998 – 2020

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