Happy Birthday, Kantha Bopha II

Wehende Fahnen, feierliche Stimmung und ein beeindruckender Aufmarsch auf dem roten Teppich. Als das Kinderspital Kantha Bopha II am 12. Oktober 1996 eingeweiht wurde, war alles da, was Rang und Namen hatte. Gründer und Erbauer Dr. med. Beat Richner begleitete Seine Majestät König Norodom Sihanouk zur Zeremonie und wurde dabei flankiert vom damaligen Bundespräsidenten Jean-Pascal Delamuraz und einem Tross aus Sicherheitsbeamten, Regierungs- und Wirtschaftsvertretern aus Kambodscha und der Schweiz.
Nur wenige Meter entfernt lag das Grabmal der Lieblingstochter des Königs. Kantha Bopha – «Duftende Blume» – starb 1952 im Alter von vier Jahren an Leukämie. Zu ihrem Gedenken liess König Sihanouk 1962 das erste Kinderspital Kantha Bopha in Phnom Penh erbauen. Dies erzählte er Bundespräsident Delamuraz persönlich und fügte schliesslich gerührt hinzu: «Doch jetzt lebt meine Tochter weiter. Denn ganz nah ihrer Stupa kann im neuen Kinderspital vielen anderen Kantha Bophas das Leben gerettet werden.»

Ein Erweiterungsbau neben dem bestehenden Spital zu errichten, war wegen Platzmangel nicht möglich. Und so stellte König Sihanouk ein Grundstück auf dem Areal seines Palastes zur Verfügung. Einzige Bedingung: Das Spital musste sich architektonisch der Umgebung anpassen. Die Architekten Rolf Grossenbacher und Ueli Salzmann aus Oberburg BE nahmen diese Herausforderung an und entwarfen ein wundervolles Gebäude, das nach nur elf Monaten Bauzeit fertig war. «Ich übertreibe nicht, wenn ich behaupte: Entstanden ist das schönste und billigste Kinderspital der Welt», sagte Beat Richner damals bei der Eröffnung.
Zum 30-Jahr-Jubiläum gab es eine kleine Feier mit den Mitarbeitenden, den Patientinnen und Patienten sowie ihren Angehörigen. Stiftungsratspräsident Philip Robinson war vor Ort, sprach ein paar Worte zu den Anwesenden und verteilte zusammen mit der Spitalleitung kleine Essenspakete an Eltern und Kinder.




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