Hoffnung für einen kleinen Kämpfer
- stiftungkanthaboph
- vor 5 Tagen
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Diese eine Frage hat sich tief in ihr Herz gebohrt: «Wieso erkrankt mein Sohn an Krebs?» Mao Ngogun sucht den Fehler bei sich – denn ein so unschuldiges, kleines Wesen kann noch nicht grundlos plötzlich derart leiden müssen. Was hat sie falsch gemacht? War vielleicht das Essen schlecht, das sie ihrem Kind gegeben hat? «Ich verlor zu Beginn jede Hoffnung und weinte viel», erzählt sie und legt ihre Arme um den Buben, der neben ihr auf dem Spitalbett sitzt.
Die ersten Anzeichen, dass etwas nicht stimmt, zeigen sich ein paar Monate zuvor. Der zweijährige Chivorn Sereyvuth hat Fieber und Nachtschweiss, er verliert rasch an Gewicht und an seinem Hals bildet sich ein harter Klumpen. In unserem Kinderspital in Phnom Penh macht das Ärzte-Team eine Biopsie davon und findet heraus, dass der Junge an einem aggressiven Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Sofort beginnt eine intensive Chemotherapie mit sechs Zyklen à je 21 Tagen.
Während der dreiwöchigen Behandlungen müssen Chivorn Sereyvuth und seine Mama auf der Krebsstation bleiben. Denn das Immunsystem der Kinder wird durch die Chemotherapie geschwächt, der Weg nach Hause ist zu umständlich. Deshalb gibt es auf der isolierten Abteilung eine Spielecke und Spielsachen, Büchlein zum Anschauen und Stifte zum Malen. «Nach vier Zyklen konnte ich unser Glück kaum fassen», sagt Mao Ngogun. Der Tumor hat sich zurückgebildet und ist auf MRI-Bildern nicht mehr zu sehen.
Seit der Eröffnung der Krebsstation im Herbst 2023 hat unser Team in Phnom Penh insgesamt 124 Kinder mit festen Tumoren behandelt, 108 Chemotherapien eingeleitet und 53 Behandlungen beendet. Zehn Patientinnen und Patienten konnten wir nicht heilen, sondern nur noch begleiten – sie sind leider verstorben. «Zu unseren Aufgaben gehört auch, die Eltern zu unterstützen und ihnen zu erklären, dass sie keine Schuld tragen», sagt Dr. Sovath Sovannara, Leiterin der Station. Seit Mai 2025 gibt es neu auch eine solche Einrichtung in unserem Spital in Siem Reap, wo seither 19 Mädchen und Buben in Behandlung sind.
Chivorn Sereyvuth ist heute wieder daheim, zusammen mit den Eltern und seiner Schwester. Es geht dem Buben gut, er muss jedoch in den kommenden Jahren regelmässig für Kontrollen ins Spital zurückkehren. Danke, dass Sie solche Erfolgsgeschichten möglich machen. Jeder Franken hilft heilen, retten und vorbeugen. Selbstverständlich setzen wir Ihre Spende effizient ein: In den vergangenen drei Jahren haben wir nur 3,78 Prozent der Einnahmen für Administratives, Buchhaltung und Marketing aufgewendet.
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