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Herzlich willkommen, lieber Diogo

  • stiftungkanthaboph
  • vor 3 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Ab März 2026 ergänzt Diogo unser Team in Kambodscha. Der Medizinstudent arbeitet für zwei Monate in unserem Kinderspital in Siem Reap. Hier stellt er sich gleich selber vor.


Diogo Pinheiro Zimmermann, 26,

Dietikon ZH


In der Sekundarschule habe ich mich dazu entschieden, dass ich Medizin studieren möchte. Inspiriert wurde ich vor allem von Vorbildern: Vier Ärzte prägten meine Entscheidung besonders – denn wenn ich ihnen zuschaute, war mir klar, dass ich dereinst auch als Arzt arbeiten will. Dazu gehören:


  • Dr. med. Konrad Grim, mein erster Hausarzt.

  • Prof. Dr. Hans-Georg Imhof, ein pensionierter Neurochirurg, der uns schon in der Sekundarschule im Biologieunterricht die Grundpfeiler der Anatomie näherbrachte.

  • Dr. med. Oliver Ziegler, der Orthopäde, der mir nach einem Skiunfall das Knie operierte. Ich bat darum, wach zu sein, um den Eingriff beobachten zu können. Er begrüsste meine Neugier und erklärte mir jeden Schritt, fast so, als ob ich damals schon ein Student gewesen wäre.

  • Dr. med. Murat Kara, mein jetziger Hausarzt, der mir bei jedem Besuch wieder etwas Neues mitgibt, das ich nun endlich auch selbst anwenden kann.


Ebenso meine Schwester, med. pract. Ana Zimmermann, zu der ich aufschau und die mir die Bahn ebnete. Sie zeigte mir, dass ich das auch kann.



Der Reiz, in Kambodscha mitzuarbeiten, ist immens vielfältig. Oberflächlich betrachtet ist es eine sehr gute Möglichkeit für eine Auslandstelle – was ich sowieso gemacht hätte. Und da ich Kambodscha kaum kenne, ist es für mich auch ein neues Abenteuer. Ein bisschen weitergedacht, möchte ich sehen, wie Medizin praktiziert wird, wenn das Gesundheitssystem nicht so ressourcenstark ist wie bei uns. Ich möchte herausfinden, wie das Projekt funktioniert und zuschauen, wie ein erfolgreiches Beispiel für Entwicklungsarbeit umgesetzt wird. Zum Schluss gibt es auch hintergründig viele Aspekte, mit denen man sich auseinandersetzen kann. Unter anderem Konzepte wie «white saviorism» in der Medizin und wie sich die Geschichte des Landes, die Einflüsse des Kolonialismus und die Zeit der Khmer Rouge im heutigen Alltag widerspiegeln.



Ich erwarte während meines Einsatzes eine sehr steile Lernkurve. Und viele Krankheitsbilder, denen man in der Schweiz schlicht nicht begegnet. Ich hoffe, zu lernen: wie man sparsamer mit Ressourcen im Gesundheitswesen umgehen kann, wie man die Sprachbarriere mit Patienten besser überwindet und welche Rolle die Kantha Bopha-Spitäler während des Wiederaufbaus spielten. Wichtig ist mir auch herauszufinden, ob ich mir vorstellen könnte, in Zukunft bei anderen Projekten mitzumachen.



Am meisten freue ich mich auf die kambodschanische Neujahrsfeier, Mangos und darauf, an dieser Erfahrung zu wachsen.

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