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Bis zum nächsten Mal, Kambodscha

stiftungkanthaboph
vor 4 Tagen
3 Min. Lesezeit


Und plötzlich sind sie vorbei, die zwei Monate am Kantha Bopha in Siem Reap. Wir sind gerade erst angekommen und müssen nun schon wieder zurück in die herbstelnde Schweiz (die gerade nicht unterschiedlicher aussehen könnte als Kambodscha mitten in der green/rainy season). Wie schnell die Zeit tatsächlich verrinnt, merkt man immer erst am Ende.


In dieser viel zu kurzen Zeit haben wir in Kambodscha gelebt, gelacht, geweint und manchmal auch getrauert. Wir haben uns mit dem kambodschanischen Medizinsystem nach Richners Ideen vertraut gemacht. Wir haben gelernt und hinterfragt, diskutiert und reflektiert.

Während unseres Praktikums durften wir in nahezu jede Ecke des Spitals hineinschauen und haben dabei unglaublich viel gelernt. Nicht nur in Bezug auf unser medizinisches Wissen und Können, sondern auch darüber, was man alles erreichen kann, selbst wenn die Ressourcen begrenzt sind. See one, do one, teach one.



Wir haben unsere Grenzen ausgetestet und diese immer wieder bewusst gesetzt. Wir haben neue Freundschaften geschlossen, haben das Land erkundet, sind in die Kultur eingetaucht und haben Essen probiert, das wir noch nie gegessen haben. Jeder Tag war ein Ausbruch aus der Komfortzone. Wir haben verstanden, was rainy season wirklich bedeutet und dass geschlossenes Schuhwerk definitiv nicht immer die beste Wahl ist ;)


Die Offenheit, mit welcher wir empfangen wurden, hat uns besonders berührt. Egal, ob in der Maternité, in der Kinderchirurgie, in den verschiedenen ICUs oder der Pädiatrischen Onkologie. Überall wurden wir herzlich ins Team aufgenommen. Mit grosser Begeisterung wurde uns stets alles erklärt und gezeigt. Diese Freude am Teaching und die Bereitschaft, ihr Wissen mit uns zu teilen, haben wir sehr geschätzt.



Eines unserer persönlichen Highlights ausserhalb des Spitalalltags war definitiv der Ausflug zum Kulen Mountain mit einer grösseren Gruppe aus dem Spital. Diese Einladung von Professor Chantana konnten wir natürlich nicht ausschlagen. Trotz strömendem Regen machte sich die rund 60-köpfige Wandertruppe auf den Weg durch den Wald, bis wir schliesslich unser Ziel, eine Elefantenstatue mitten im Dschungel, erreichten.


Wir wurden mit einer unglaublichen Gastfreundschaft willkommen geheissen und in das Leben der Menschen eingeladen. Bei gemeinsamen Abendessen mit einigen Ärzten aus dem Spital durften wir einen Einblick in ihre Kultur, ihr Essen und ihre grosse Vorliebe für Karaoke gewinnen. Natürlich durften (oder mussten ;)) auch wir unser Talent bei einer Karaoke-Einlage unter Beweis stellen. Oft haben wir den Satz gehört: «You are here without your family, so let us be your family here and let us take care of you.» Das ist keine Selbstverständlichkeit und dafür möchten wir uns von ganzem Herzen bedanken.


Zu Beginn des Praktikums haben wir uns als Ziel gesetzt, mit einem Koffer voller Erfahrungen, Begegnungen und Erinnerungen in die Schweiz zurückzukehren. Dieses Ziel haben wir definitiv erreicht. Die Begegnungen und Erfahrungen dieser zwei Monate werden uns nicht nur auf unserem beruflichen, sondern auch auf unserem privaten Weg begleiten.


Vielen Dank an das unermüdlich arbeitende Kantha Bopha-Team – Nurses, Midwifes, ärztliches Personal, GärtnerInnen, TechnikerInnen, Security und und und … Sie machen dieses Spital zu dem, was es ist – ein Ort, an dem jedes Kind, jede (werdende) Mutter und jede Familie willkommen ist und eine kostenlose, medizinisch hochwertige Behandlung erhält.


Vielen Dank für all die Teachings, für die Offenheit und Geduld, die ihr uns entgegengebracht habt, für das Essen, das ihr mit uns geteilt habt, für die Erlebnisse, die wir zusammen erlebt haben, und für diese Zeit, in der wir bei euch zuhause sein durften.

Arkun und bis ganz bald, Kambodscha!

Anaëlle und Sina

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