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Radeln und spenden

  • stiftungkanthaboph
  • vor 6 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit


Anfang Juni hatten wir als Unterassistentinnen und Unterassistenten des Krankenhauses die besondere Gelegenheit, an einem Charity-Radfahrevent rund um Angkor Wat teilzunehmen. Die Veranstaltung wurde vom kambodschanischen Justizministerium unterstützt und brachte mehrere hundert Teilnehmende zusammen, um das Kinderspital Kantha Bopha mitzufinanzieren. Viele Familien sind auf die hochwertige und für die Patientinnen und Patienten kostenlose Behandlung angewiesen.


Noch vor Sonnenaufgang trafen wir uns beim Spital und machten uns gemeinsam auf den Weg zum Startpunkt. Die frühen Morgenstunden sind in Siem Reap die angenehmste Zeit des Tages, bevor die tropische Hitze einsetzt. Als wir ankamen, wartete bereits eine beeindruckende Menge von Radfahrerinnen und Radfahrern auf den Start. Nach einigen Gruppenfotos und kurzen Ansprachen ging es schliesslich los.


Die Strecke führte durch die eindrückliche Landschaft rund um Angkor Wat. Unterwegs wurden wir von einem Mitarbeitenden des Krankenhauses mit Num Kroch überrascht, einem traditionellen kambodschanischen Gebäck. Es sind frisch frittierte Klebreisbällchen mit einer süssen Bohnenfüllung und bestreut mit Sesam. Solche kleinen Begegnungen machen die Teilnahme an Veranstaltungen wie dieser besonders schön und geben uns immer wieder die Möglichkeit, die lokale Kultur besser kennenzulernen.



Ein besonderer Programmpunkt war die Teilnahme an einer Baumpflanzaktion. Gemeinsam mit den anderen Teilnehmenden pflanzten wir junge Bäume im Gebiet von Angkor. Solche Projekte werden seit mehreren Jahren durchgeführt und tragen dazu bei, die einzigartige Kulturlandschaft rund um die Tempelanlagen zu erhalten und für zukünftige Generationen zu bewahren. Die Wiederaufforstung schützt nicht nur die Umwelt, sondern trägt auch zum langfristigen Erhalt des UNESCO-Weltkulturerbes bei.


Für einen kleinen Schmunzler sorgte ein Erlebnis am Eingang des Tempelareals. Da wir als Schweizer Studentinnen nicht die offiziellen Event-Shirts trugen, wurden wir zunächst von den Sicherheitskräften aufgehalten. Man hielt uns für Touristinnen, die versuchten, ohne Eintrittskarte in das Gelände zu gelangen. Unsere Erklärungen stiessen zunächst auf Skepsis. Glücklicherweise fuhr in diesem Moment unser Klinikleiter Prof. Yay Chantana vorbei und erklärte den Mitarbeitenden, dass wir zum Spital gehörten und Teil der Veranstaltung waren.


Die Strecke rund um Angkor Wat ist nicht nur bei solchen Anlässen beliebt. Viele Mitarbeitende unseres Krankenhauses nutzen sie regelmässig nach der Arbeit zum Fahrradfahren, Joggen oder Spazieren. Die von grossen Bäumen gesäumten Wege, die historischen Tempelanlagen und die ruhige Atmosphäre machen die Route zu einem der schönsten Orte in Siem Reap, um sich zu bewegen und gleichzeitig die besondere Umgebung zu geniessen.


Der Tag war für uns weit mehr als nur eine sportliche Aktivität. Er zeigte eindrücklich, wie Gemeinschaft, Gesundheitsförderung, soziales Engagement und der Schutz der Natur miteinander verbunden werden können. Ich bin sehr dankbar, Teil dieses besonderen Erlebnisses gewesen zu sein.


Mit herzlichen Grüssen aus Siem Reap

Daphne

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