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Herzlich willkommen, liebe Bénédicte

stiftungkanthaboph
1. Sept.
2 Min. Lesezeit

Ab September 2026 ergänzt Bénédicte unser Team in Kambodscha. Die Medizinstudentin arbeitet für zwei Monate in unserem Kinderspital in Siem Reap. Hier stellt sie sich gleich selbst vor.


Bénédicte Masa, 25, Sion VS


Ich habe mich für das Medizinstudium entschieden, da ich in erster Linie mein Interesse für Naturwissenschaften mit einer sozialen Tätigkeit verbinden wollte. Der Komplexität des menschlichen Körpers auf den Grund zu gehen und dabei gleichzeitig Menschen helfen zu können, war und ist immer noch die ausschlaggebende Kombination für mich. In den vergangenen Jahren habe ich mit Freude die Vielfalt an möglichen Fachdisziplinen kennengelernt und mich dabei immer wieder aufs Neue für die stetige Weiterentwicklung der Medizin begeistern können. Alles in allem ein Beruf, bei dem man nie ausgelernt hat und der ebenso abwechslungsreich wie anspruchsvoll ist.


Einen Teil des Wahlstudienjahres im Ausland absolvieren zu können, stellt für mich die einmalige Chance dar, ein fremdes Land und seine Bewohner auf ganz besondere Weise kennenzulernen. Gleichzeitig erhält man einen wertvollen Einblick in ein anderes Gesundheitssystem, was die Sichtweise auf unser Eigenes wohl nachhaltig prägen wird. Zweisprachig aufgewachsen, haben mich fremde Kulturen schon immer interessiert. Ich finde es besonders spannend zu sehen, auf welch unterschiedliche Weisen das Leben gestaltet werden kann und welche Traditionen in verschiedenen Ecken der Welt gepflegt werden.


Als ich von der Möglichkeit des Einsatzes im Kinderspital Kantha Bopha erfuhr, habe ich nicht lange gezögert. Die Gelegenheit, einen Einblick in so ein bedeutendes Lebenswerk zu erhalten und sogar aktiv mithelfen zu können, kommt bestimmt nicht alle Tage. Umso mehr freue ich mich nun auf diese Erfahrung, die ich mir sowohl unglaublich lehrreich und eindrucksvoll als auch herausfordernd vorstelle.


Herausfordernd einerseits durch die Sprachbarriere und den Umgang mit kritischen Situationen, andererseits auch durch das Zurechtfinden an einem anfangs fremden Ort mit unzähligen neuen Eindrücken. Vom Einsatz erwarte ich lediglich, viel Neues zu lernen: über Pädiatrie und Geburtshilfe, das Leben in Kambodscha und vielleicht ein Stück weit auch über mich selbst. Vor allem bin ich gespannt, in Siem Reap Beat Richners Vision von Gerechtigkeit mitzuerleben, die er trotz eines guten Lebens als Kinderarzt in Zürich mit solcher Hingabe verfolgt hat. Denn wie er einst in seinem Kinderbuch «The Wonderful Kingdom of Princess Kantha Bopha» sagte: «Alle Kinder haben ein Recht auf eine korrekte und effiziente Behandlung, weil sie alle Prinzessinnen und Prinzen sind.»

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